Freudenstadt - Hornisgrinde
Aus Northwoodcycling
| Fakten | |
|---|---|
| Distanz: | 82 km |
| Fahrzeit: | 5 Stunden |
| Höhenmeter: | 1100 hm |
| Karte: | Karte des Schwarzwaldvereins (LVA Baden-Württemberg) Blatt 2 "Baden-Baden Hornisgrinde" |
| Orientierung: | FDS - Murgtal - Schönmünzach - Hinterlangenbach - Ochsenstall - Hornisgrinde - Seibelseckle - Ruhestein - Zuflucht - Kniebis - FDS |
| Autor: | Cook |
Eine herrliche Runde über die höchsten Gipfel des Nordschwarzwaldes wartet auf uns. Wir verlassen die Stadt Freudenstadt nach Norden ins Murgtal, wo wir unsere Augen auf die Beschilderung des
Murgtalradweges konzentrieren. Dieser gut ausgebaute Radweg führt den schon angespannten Radler durch die Hochebene des oberen Murgtals über Baiersbronn, Klosterreichenbach, Röt, Huzenbach und Schwarzenberg bis nach
Schönmünzach. Dort heisst es Obacht geben, denn wir müssen über die Bundesstrasse die Brücke überqueren, um danach gleich links in die Schifferstrasse abzubiegen und ab hier der Markierung der blauen Raute mit weissem Balken folgen. Dieser im weiteren Verlauf momentan (Mai 2005) noch recht ruppige Forstweg führt uns an der rechten Talseite entlang an Schönmünz und Langenbach, vorbei an den Holzhauersiedlungen Zwickgabel und Mittellangenbach nach
Hinterlangenbach. An der Holzbrücke zeigt uns das Schild des Schwarzwaldvereins weiterhin die Richtung der blauen Raute mit weissem Balken an. In Anbetracht der kommenden Kilometer, sollte hier eine strategische Pause eingelegt werden. Wir wollen hoch zum Ochsenstall (1036m) und deshalb verlässt uns bald die bisher unmerkliche Steigung, um einem fast mauerhaften Anstieg Platz zu machen. Diese Pein erreicht uns jedoch nicht sofort, sondern erschreckt uns erst nach ein paar Biegungen. Wenn keiner hinsieht darf auch unter Männern geschoben werden, die wahren Helden bewahren jedoch Contenance und bleiben im Sattel. In einer Rechtskurve zeigt uns dann die Markierung der Raute in einen ansteigenden Pfad, Balzgänger genannt, der uns über Stock und Stein aufwärts führt. An der nächsten T-Kreuzung rechts und an der darauf folgenden wieder links, kommen wir auf den Forstweg, der uns nach wenigen Kilometern zum
Ochsenstall (1036m) weist. An diesem Bergsattel lädt uns die bewirtschaftete Hütte zur Rast ein, doch wir wollen weiter die letzten Meter zur Hornisgrinde erklimmen. Hier dürfen wir uns keineswegs von den Markierungen des Schwarzwaldvereins leiten lassen, denn dieser Weg, es ist der Westweg, ist aufwärts unfahrbar. Wir folgen unserem Forstweg geradeaus abwärts über den Skihang, bis nach ein paar hundert Metern deutlich ein Weg links abzweigt. Dieser verzweigt sich nach kurzem Anstieg wiederum und auch hier wählen wir den linken Weg bergauf. Nur auf den letzten Metern nötigt der Pfad uns zum Schieben des Gefährts, wobei sehr geübte Radlenker auch im Sattel bleibend diese Passage über Sandsteinplatten meistern können. Oben angekommen erwartet uns die Hütte am nördlichen Gipfel der
Hornisgrinde (1136-1164m). Dieser Bergrücken ist ein gigantischer Sandsteinblock, der in alle Richtungen mit grandiosem Panorama aufwartet. Den über viele Kilometer sichtbare Sendemast des SWR hat man nun direkt vor sich. Der vor uns liegende Hauptgipfel ist nochmals knapp 30hm höher als unser Standpunkt, aber mit dem Mountainbike nicht zu empfehlen. Alle Eindrücke in uns eingesaugt verlassen wir den Höchsten auf der Teerstrasse bergab. Doch auch hier bitte aufmerksam bleiben, denn in der Kehre führt unsere Tour geradewegs in einen Waldweg, der wieder etwas bergan weist und uns zum
Mummelsee bringt. Diesen Ort des Rummels möchten wir sogleich hinter uns lassen und begeben uns auf die B500. Doch gleich hinter dem letzten Parkplatz führt ein Forstweg links in den Wald hinein, um ein Stückchen weiter oben nach rechts abzubiegen. Nach kurzer, rasanter Abfahrt erreichen wir
Seibelseckle mit Skihang und sehr empfehlenswertem Kiosk (Schwarzwälder Kirschtorte!). Unsere Runde führt uns nun auf der roten Raute des Westweges an der Talstation des Liftes vorbei nach Süden. Wir folgen der neu trassierten Strecke des Mountainbike westweges, die uns zuerst abwärts und dann wieder steil aufwärts am sonnigen, baumlosen Hang entlang führt. Oben angekommen wird es etwas kritisch mit der Wegführung, den an dem Wegkreuz zeigt sich keine für uns brauchbare Markierung. Wir nehmen den mittleren Weg, der uns leicht abwärts in tollem Ritt zum
Ruhestein (900m) bringt. Auch hier herrscht wieder eifrig Trubel und wir entscheiden uns Trotz Blick auf die Sprungschanzen zur Weiterfahrt. Wir fahren über die Ruhesteinstrasse auf den grossen Parkplatz um dann nach ein paar Metern leicht links mit der roten Raute des Wander-Westweges in den Wald einzubiegen. Die Raute weist uns dann über die B500 hinüber auf den 1000m-Weg, der seit neuestem mit dem Westweg ein paar Kilometern identisch ist. Man fährt also auf etwa 1000m ü.NN entlang und umfährt dabei den Vogelskopf und Melkereikopf und später auch den Schliffkopf auf westlicher Bergseite. Nach ein paar Kilometern erreicht man den Aussichtsplatz (Holzkonstruktion) am
Steinmäuerle (1000m), welches sich am südlichen Fusse des Schliffkopf befindet. Wer möchte kann zu Fuss oder schiebend auf den Schliffkopf (1055m) hoch. Doch Achtung: wir befinden uns in Naturschutzgebiet! Am Steinmäuerle weisen einige Tafeln auf die Besonderheit dieses Gebietes hin. Bei unserer Weiterfahrt heisst es wieder Obacht geben, denn unsere Route führt nach ca.100m rechts einen kleinen Pfad hinunter, der auf ca.300m Ross und Reiter kräftig durchrüttelt. Unten angekommen biegen wir rechts ab (links dröhnt die B500) und folgen weiterhin der westwegraute, die uns über neue, aussichtsreiche Wege mal hoch mal runter (immer Augen auf und auf die Raute achten!) zur
Zuflucht (968m) geleitet. Doch einmal kurz vor der Zuflucht (an einem Parkplatz an der B500) will uns die Raute über Sandsteingeröll aufwärts führen. Wir umfahren geschickt diese Stelle linkerhand am Fusse des Geröllanstieges und kommen auf die Autostrasse nach Oppenau. Diese folgen wir ein paar Meter nach rechts bis kurz vor die Lichtung der Jugendherberge und biegen links wieder in den Wald hinein, wo uns die bekannte rote Raute auch schon begrüsst. Die 5km bis zur Alexanderschanze bleiben wir auf dem Westweg und passieren ein auch im Hochsommer mooriges und matschiges Teilstück knapp unterhalb des grossen Windkraftwerkes, welches wir schon ein paar Mal in der Ferne erblicken konnten. Endlich am ehemaligen Hotel
Alexanderschanze (973m) angekommen verabschieden wir uns vom Westweg, um zwischen Hotel und Kiosk dem Weg der blauen Raute mit weissem Balken in Richtung
Kniebis (940m) zu folgen. Von hier ab gibt es viele Wege, die den etwas müden, aber glücklichen Überlandradler wieder nach Freudenstadt zurückbringen. Doch der allseits beliebte Salzleckerweg führt uns ab der Abendwiese in sanftem bergab Richtung Ziel. Nach einigen Kilometern sind wir dann am Lauferbrunnen angekommen, wo wir wieder auf Autostrassen treffen. Wir überqueren den Parkplatz und die beiden Strassen und fahren wieder in den Wald hinein, wo uns das Schild "Freudenstadt" in einer leichten Linksbiegung auf den Kienberg, dem Freudenstädter Hausberg (800m) bringt und wir alsbald in schnellem bergab in die Innenstadt jagen.
