Moosalbtal
Aus Northwoodcycling
| Fakten | |
|---|---|
| Länge: | ca. 10 km |
| Höhenunterschied: | 250 hm |
| Karte: | Karte des Schwarzwaldvereins (LVA Baden-Württemberg) Blatt 1 "Karlsruhe Pforzheim" |
| Orientierung: | Fischweier - Schöllbronn - Völkersbach - Moosbronn |
| Autor: | bluesky |
Das Moosalbtal ist ein Seitental des Albtals in ihm verläuft die Moosalb die in Fischweier in die Alb mündet. Das Tal führt von Fischweier bis Moosbronn, durchqert keine Ortschaften und verfügt über Wanderwege die vom Schwarzwaldverein hervorragend ausgeschildert sind (Moosalbweg).
Die Länge des Tals beträgt ungefähr 10 km.
Von Fischweier geht es vom Graf-Rhena-Weg los in Richtung Schöllbronn, Völkersbach. Die Moosalb liegt hier auf der linken Seite und schlängelt sich ziemlich idyllisch durch die Wiesen. Nach kurzer Zeit wird die Straße in Richtung Schöllbronn überquert und hier kann man sich entscheiden ob man den Schildern des Schwarzwaldvereins folgt (rechterhand, steil bergauf) bzw. einen kleinen Trampelpfad durch die Wässerwiesen fährt (linkerhand, durch die Schranke).
Hier kann man nun diese wunderbare Natur genießen .. egal ob man oben auf dem Weg entlangfährt oder dem Pfad über die Wiesen folgt. Am Ende der Wässerwiesen muss man ein Stück den Berg hoch fahren in Richtung Rimmelspacherhof bis man an eine Brücke über den kleinen Zufluss zur Moosalb kommt. Danach geht es wieder den Berg hinunter bis man dann die Staße nach Völkersbach überquert.
Kurz nach der Straße kommt man an einer alten Mühle vorbei und weiter hinten an einem uralten kleinen Aquadukt bevor man nach einem kurzen Steilen Anstieg wieder aus dem Wald herauskommt und in der Ferne Völkersbach sieht.
Direkt nach dem Waldstück geht es links auf der asphaltierten Straße weiter immer in Richtung Moosbronn.
Weiter oben im Moosalbtal kommt man dann noch an einem einsam gelegenen Häuschen vorbei bevor sich kurz vor Moosbronn die Aussiedlerhöfe anschließen. Die Strecke hier ist meist auch im Hochsommer ziemlich matschig und feucht.
In Moosbronn angekommen hat man dann die Möglichkeit in Richtung Freiolsheim und Mahlberg oder Bernbach / Bernstein weiterzufahren.
[bearbeiten] Die Wässerwiesen im Moosalbtal
Ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Bewässerung durch das Großherzogtum Baden und landwirtschaftliche Vereine gefördert. Die am weitesten entwickelte Bewässerungstechnik existierte damals im Siegerland. Von dort wurde ein Wiesenbaumeister nach Karlsruhe berufen, der im Alb- und Moosalbtal neue Bewässerungsanlagen baute bzw. alte verbesserte. Gleichzeitig wurden Landwirte zu Wiesenbautechnikern ausgebildet.
Der abschüssige Hang zwischen Weimersmühle und Schöllbronner Mühle war für die Hangberieselung geeignet. Die Bauern waren zur damaligen Zeit darauf angewiesen, von den engen Talwiesen möglichst hohe Erträge zu erwirtschaften. So entstanden etwa um 1840 diese Bewässerungsanlagen.
Wie überall, wo das Wasser für Wiesenwässerung und als Antriebskraft genutzt wurde, musste auch hier eine Wasserordnung erlassen werden. Mit Inkrafttreten des Badischen Wassergesetzes im Jahre 1900 wurde die Bewässerung rechtlich geregelt. Sie legte die Menge und Zeit der Wasserentnahme fest, um Konflikte mit Mühlenbesitzern zu verhindern, denen durch die Wiesenbewässerung ein Teil der Antriebskraft für ihre Sägemühlen genommen wurde. Und ein Wiesenwart wurde zur Überwachung und Instandhaltung der Anlagen beauftragt.
Nach 1950 verlor die Wiesenbewässerung im Moosalbtal an Bedeutung und wurde etwa 1960 endgültig eingestellt. Seit 1993 wird wieder eine rund 10 ha große Wiesenfläche bewässert. Die ehemaligen Bewässerungseinrichtungen mit Stellwerk, Hauptgraben und Schieber konnten als ein Beitrag zur Erhaltung von Kulturdenkmälern saniert werden. Das war möglich durch finanzielle Unterstützung der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg, der Stadt Ettlingen und der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe.
Quelle: Faltblatt "Albtal und Seitentäler", BNL Karlsruhe
