Freudenstadt - Villingen (RR)
Aus Northwoodcycling
(Cook, 13.8.2007)
Wieder mal hat es mich mit dem Rennrädle in ein schönes Städtle gezogen, welches durch eine Überlandfahrt von Freudenstadt aus zu erreichen sein sollte. Diesmal war Villingen dran, der badische Teil der Doppelstadt Villingen-Schwenningen.
Extra Urlaub genommen, war mir auch das Wetter an diesem Tage hold, und so konnte ich trotz regnerischer Nacht am Montagmorgen gen Süden aufbrechen. Auch diesmal war wieder das Ränzlein geschnürt, in dem sich auch meine neue Regenjacke befand. Doch diesmal hatte sich der Weltenregisseur eine besondere Szene für mich einfallen lassen, indem er wenige hundert Meter nach dem Start den kompletten Konvoi des Discovery-Channel-ProTour-Teams an mir vorüberziehen ließ! Das war für mich als großen Radsportfan natürlich Gänsehautfeeling pur und gab mir einen zusätzlichen Kick für diese Tour. Interessanterweise interessierten sich die Beifahrer alle für mein Breezer - welch' Ehre!
Durch diese Begegnung ziemlich aufgeputscht, ging die Fahrt am Ostplateau des Schwarzwaldes entlang, immer an der alten Siedlungsgrenze zwischen Buntsandsteingebirge (eigentlicher Schwarzwald) und Kalkstein-Vorland. Obwohl keine großen Schwarzwaldtäler zu durchqueren sind und somit keine langen Anstiege sich in den Weg stellen, ist diese Strecke nicht zu unterschätzen! Es geht in ständigem Auf-und-Ab durch die weitreichende Landschaft und ich hatte als Rahmenschalter die meiste Zeit nur eine Hand am Lenkgeröhr. Sehr angenehm waren an diesem Tag auch Temperaturen, die sich, auch auf Grund der Höhenlage um die 700-800m, im Bereich von 20°C tummelten.
So pedalierte ich über 24-Höfe, Peterzell, Rötenberg, Aichhalden immer näher an den Südschwarzwald, der für mich südlich des Kinzigtals beginnt. Auf dem Schramberger Teilort Sulgen war für mich die Grenze überschritten, was an den Formen der Hofgebäude deutlich zu erkennen ist. Es ging also weiter über den Hardt und Königsfeld, bis beim Überqueren der B33 das idyllische obere Brigachtal erreicht war (ihr wisst ja: Brigach und Breg...) und somit auch die Europäische Wasserscheide deutlich überschritten. Dieser Teil des Brigachtales ist absolut zu empfehlen! Es ist so gut wie kein Autoverkehr und die Idylle bewegt sich schon an der Schmerzgrenze. Man sieht Spaziergänger, Inlineskater, Mountainbiker und Rennradler gemeinsam dieses Kleinod aufsaugend in harmonischer Eintracht.
Bald schon war nun Villingen erreicht und ich gönnte mir im empfehlendswerten Cafe Rösch meinen obligatorischen Apfelkuchen mit Apfelschorle. Noch ein paar nette Bildchen in den Gassen der Altstadt gemacht und schon ging es auf den Rückweg. Diesmal keine ReTour, sondern zuerst dem Lauf der Eschach folgend und dann über Dunningen, Winzeln und Dornhan wieder heim in die Perle des Northwood!
