Freudenstadt - Tübingen (RR)

Aus Northwoodcycling

Horb am Neckar im Morgen(hoch)nebel
Horb am Neckar im Morgen(hoch)nebel
Das liebliche Neckartal bei der Weitenburg, Sitz des McCook-Clans
Das liebliche Neckartal bei der Weitenburg, Sitz des McCook-Clans
Offene Landschaft an der Wurmlinger Kapelle (zwischen Rottenburg und Tübingen)
Offene Landschaft an der Wurmlinger Kapelle (zwischen Rottenburg und Tübingen)
Marktplatz Tübingen
Marktplatz Tübingen
Lauter nette Gäßlen in Tübingen
Lauter nette Gäßlen in Tübingen
Konvertierter NC'ler
Konvertierter NC'ler
Letzte Ruhe an der Friedhofsmauer
Letzte Ruhe an der Friedhofsmauer

(Cook, 3.6.2007)

Das Jahr 2007 war radsportlich gesehen bisher irgendwie chaotisch verlaufen. Der fehlende Schnee im Winter hat zwar viele Wintertouren zugelassen, aber die Mehr-Kilometer bedeuten nicht wirklich mehr Grundlagenausdauer und verleiten zum Übertreiben.

Ich hatte viel zu früh mit steilen Bergen begonnen und konnte eine recht ansehnliche Kraft aufbauen. Aber so richtig lange Touren waren nicht möglich und ich bekam eine regelrechte "Angst" vor solchen. Es wurde einfach viel zu früh im Jahr zu schnell gefahren. Und das reicht grade mal für 2 bis 2,5h...

Nun gut, die Urlaubswoche wurde von mir dazu bestimmt, die fehlende Grundlage etwas aufzumöbeln und mit dem Rennrädle meine Lieblingstouren abzuradeln. Also beschloss ich, am Sonntag das idyllische Neckartal bis Rottenburg unter die dünnen Reifen zu nehmen.

Um mich unterwegs nicht in kleinen Rennrad-Scharmützeln aufzureiben, bediente ich mich einem gut funktionierenden Trick, der es mir erlaubt, locker und entspannt mein eigenes Tempo zu fahren: ich spannte mir einen gut gefüllten Rucksack auf den Rücken. Dies hat den Vorteil, dass mich andere Rennradfahrer nicht als Trainingspartner einstufen und ich mich selbst als Tourenfahrer auf großer Fahrt fühle.

Es ging also los mit Rucksack und langem ESK-Trikot bei recht frischer Witterung und Hochnebel in Richtung Osten. Bei Horb-Dettingen wurde dann das Neckartal erreicht und ich tauchte ein in eine liebliche, frühsommerliche Parklandschaft. Die etwas trübe Wetterlage tat ihr weiteres dazu, dass ich mich immer wieder an englische oder schottische Gefilde erinnert fühlte. Und so rollte ich in lockerem Tempo dahin, bis mein Ziel Rottenburg fast erreicht war.

Doch dann erfasste mich der Gedanke, heute mal weiter zu fahren und die geschichts- und kulturträchtige Stadt Tübingen, mit ihrem humanistischen Flair mit dem Fahrrad zu beehren. Und so tat ich es auch und befand mich wenige Kilometer später auf dem Tübinger Marktplatz bei Apfelsaft und Kuchen und schaute den Amerikanern und Japanern beim Staunen zu.

Gut gestärkt und um satte 6,20 Euro ärmer sattelte ich mein Breezer und fröhnte meiner Leidenschaft der ReTour. Ich fuhr also die vermeintlich gleiche Strecke zurück. Aber wie jedesmal bei einer ReTour, war es eine vollkommen neue Sicht der Dinge und ich konnte über so vieles Neues das sich mir auftat frohlocken.

Wieder daheim angekommen war ich das Glück selbst. Endlich wieder eine richtig lange Tour, ohne Zeitdruck und mit der Lockerheit, die mich anschliessend noch die normalen Dinge des Alltags erledigen ließ. So soll Radfahren sein!

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