Cook zeigt mir seine Heimat (RR)
Aus Northwoodcycling
| Fakten | |
|---|---|
| Distanz: | 84 km |
| Fahrzeit: | 3:34 Stunden |
| Höhenmeter: | 1645 hm |
| Karte: | z.B. "Deutsche Radtourenkarte Schwarzwald Nord" |
| Orientierung: | FDS - Dietersweiler - Glatten - Dettlingen - Dießen - Dürrenmettstetten - Dettingen - Glatt - Sulz - Hopfau - Dornhan - Wälde - Loßburg - Ödenwald - FDS |
| GPS Daten: | Über GPSIES |
| Autor: | Racing fool |
Schon lange hatten cook und ich mich zu einer ersten gemeinsamen RR Runde verabredet gehabt. Termin ungewiss. Nach cooks unerwarteter Wiederentdeckung seiner RR-Liebe im Sommer 2007 musste jetzt jedoch schnell gehandelt werden, bevor die Glut der Leidenschaft wieder erlosch :-) Also warf ich an einem launigen Samstag im August kurzerhand meine "neue Freundin" in den Kofferraum und machte mich per KFZ auf den Weg in das ferne Freudenstadt, um dem Präsidenten des Central-Northwoods und seiner Gefolgschaft (*) meine Aufwartung zu machen. Der Empfang im präsidialen Palast ist jedesmal aufs Neue überwältigend: Nach einem herzlichen Empfang in der Eingangshalle, werden im Speisesaal gleich schon italienisches Heißgetränk und hausgemachte Spezialitäten gereicht (**)
Bevor ich nun zur etwas weniger blumigen Schilderung unserer Tour schreite äh komme, einige kleine Bemerkungen zur Vorgeschichte. Cook hatte psychologisch sehr geschickt in mehreren Mails meine Erwartungen an die zu fahrende Runde aufs allerniedrigste Niveau gedrückt. Vor meinem geistigen Auge sah ich uns schon über die übelsten Schlaglochpisten hoppeln (Originalzitat: "Bringe deine komfortabelsten Laufräder mit") und durch wenig spektakuläre Landschaften dahindümpeln (Originalzitat: "Kennst du sowieso alles schon von dir zu hause")
Tatsächlich hatte der Gute aber im Vorfeld alle Hebel in Bewegung gesetzt, um optimalste Bedingungen zu schaffen
- die Straßenbaubehörden wurden angewiesen, selbst die abgelegensten Straßen noch kurzfristig mit hervorragend rollendem Straßenbeleg zu versehen (für max. Flow-Faktor)
- die Polizei sperrte weitgehend das zu durchfahrende Gebiet für den KFZ Verkehr.
- die Besitzer der zu durchquerenden Gehöfte konnten überzeugt werden, die sonst für "Plastik"fahrräder erhobene Mautgebühr zu erlassen.
So und wie war jetzt eigentlich die Runde, werdet Ihr fragen. Ich bin ehrlich und gestehe, dass ich jetzt, 5 Monate nach Absolvierung, nicht mehr in der Lage bin, sie chronologisch zu beschreiben. Ich denke aber, dass ich es selbst am gleichen Tag nicht gekonnt hätte. Mein Hirn hat einfach die Speicherung wegen Reizüberflutung eingestellt. Einige Erinnerungen bekomme ich noch so gerade eben zusammen gekratzt.
- Es wird eine maximale Vielfalt an Landschaften auf vergleichsweise kleiner Fläche geboten
- Weite Hochebenen mit tollen Panoramen
- Finsterste Nordschwarzwaldtäler
- Sanfte grasbewachsene Hänge à la Allgäu
- Abgelegene Gehöfte
- Das Neckartal
- Die Strecke war ein ständiges Auf und Ab (siehe auch Profil), denoch hatte ich nie das Gefühl, dass sie sich gegen uns "wehrt". Alle Anstiege (bis auf eine kurze Rampe) waren sehr gleichmäßig und konnten ohne Rumgewürge überwunden werden.
- Die Tour verläuft größtenteils auf hervorragend asphaltierten Wald- und Feldwegen sowie kaum befahrenen Nebenstrecken, so war es auch problemlos möglich, ungestört! nebeneinander zu fahren
Um eine kleine Vorstellung von der Runde zu bekommen, empfehle ich, die kml Datei herunterzuladen und mit GoogleEarth zu öffnen. (Höhenverstärkung unter Optionen auf "2" einstellen, so kommt es der gefühlten Wirklichkeit am nächsten)
Für mich ist das eine Referenzstrecken fürs RR Fahren in unserer Ecke der Welt. Und das sage ich jetzt nicht, weil ich cook Honig um den nicht vorhandenen Bart schmieren möchte. Ich glaube, jedes Vorurteil, das die Stollenreifenfraktion gegen Touren auf Asphalt hegt, kann hier widerlegt werden. Deshalb würde ich auch vorschlagen, dass wir die erste große gemeinsame NC RR-Neueinsteiger Ausfahrt auf diesem Kurs stattfinden lassen (bluesky und frenchy: wann werden die Räder geliefert?)
Amen!
Am Ende dieser Superrunde führte uns der Weg wieder zurück in die Hauptstadt des Central-Northwoods, wo mich cook mittels übler Haken quer durch alle Wohngebiete kurz vor dem Ziel noch absprintete. Nichtsdestrotrotz gab es noch ein versöhnliches Miteinander bei Kaffee und Kuchen (**) auf der Veranda des präsidialen Palastes. Alles seeeeeeeeehr entspannend! Danach machte sich der Autor des Artikels auf den Heimweg - erschöpft aber wieder einmal mit einem breiten zufriedenen Grinsen im Gesicht.
Mein Fazit: Radkurzurlaub im Hans Thoma Weg: 5 Sterne / uneingeschränkt empfehlenswert!
Jetzt wo ich diesen Artikel schreibe und die Tour schon wieder so lange zurück liegt, kann ich es kaum noch abwarten, bis ich wieder auf diese Runde kann!
Leider leider konnte ich diesen Beitrag nicht mit fotografischem Beiwerk schmücken, da ich an dem Tag blöderweise meine Kamera in der Trikottasche spazieren gefahren habe anstatt damit herumzuknipsen. Shame on me :-( Für das nächste Mal gelobe ich Besserung, aber vielleicht ist cook in der Lage, aus seinem Repertoire etwas beizutragen?
@Yvo: und nächstes Mal fährst du doch mit :-)
(*) die 3 Mädels mögen mir diesen verbalen Faux-pas verzeihen. Ja, ich weiß: in Wirklichkeit habt _Ihr_ die Hosen an :-)
(**) Achtung Nebenwirkungen: kalorientechnisch ist ein Besuch bei Yvo eine Katastrophe, da "Aufnahme" immer deutlich größer als "Abgabe\Verbrennung"
[bearbeiten] Die Route
