Urban Ride Goes Countryside

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Unterwegs am Untersee

Mit dem inky blue von http://mika-amaro.com habe ich ein sog. „urban bike“ erworben. Die moderne und ästhetische Interpretation eines Stadtrades. Die bange Frage, die sich mir nach dem Kauf stellt: kann ich mit dem urban bike auch über Land fahren? Die Stadtmauern verlassen? In die Pampa? Auf’s platte Land? Um es gleich vorweg zu nehmen: es geht tatsächlich!

Endlich hatte ich Zeit, das neue, wunderschöne und zahnriemenbetriebene mika amaro inky blue singlespeed number 78 ausgiebig auszureiten. Die Runde heute hatte alles, was man dafür braucht: nagelneuer Asphalt, rauer Asphalt, unbefestigte Wege, Gegenwind, leicht coupiertes Gelände, topfebene Strecken und auch fiese kleine Anstiege.

Was gleich auffällt: das inky blue schleicht über die Wege. Der Zahnriemen ist praktisch geräuschlos. Man hört nur das leichte Abrollgeräusch der Reifen und natürlich den Fahrtwind. Aber sonst nix. Das ist neu. Und schön. Das dezente Schmatzen einer fein geölten Kette hat was, besonders bei Singlespeed, da läuft eine Kette besonders elegant. Aber die stille Arbeit des Zahnriemens ist faszinierend. Und noch etwas fällt auf: der Zahnriemen ist direkt. Es dehnt sich nix, es ist nix schwammig, kein Geeiere, kein Nachgeben. Ich bin einfach nur begeistert.

Schönes Hinterteil mit Riemenantrieb
Schönes Hinterteil mit Riemenantrieb

Ebenso wie von der Übersetzung 55:20 oder 2,75. Anfänglich hatte ich schon ein bisschen Schiß davor. Mit dem Mountainbike undenkbar, mit dem Stadtrad für Kurzstrecken grad so machbar, aber mit dem Rennrad – perfekt! Es ist die Leichtigkeit des Abrollens und die geringere träge Masse, die beim Rennrad, was ja das inky blue in klassischer Weise verkörpert, diese Übersetzung auch für längere Distanzen etabliert.

Die Sitzposition ist sportlich. Das muss man mögen. Sattel deutlich über Lenkerniveau, da jubelt der Orthopäde, da freut sich der Physio. Wer entspannt und gemütlich auf seinem Rad Platz nehmen möchte ist hier verkehrt. Mein Breezer Rennrad hat eine ähnliche Geometrie der alten Schule und somit gehört das für mich zum Rennradfahren. Für gemütliche Langstreckentouren wird das Mountainbike rausgeholt.

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ja genau

Und vom Eingangradfahren an sich muss man mich nicht mehr überzeugen. Kein Gedanke über’s Schalten. Das genaue Betrachten der Strecke im Vorfeld und auf Tour. Das ehrfürchtige, bedächtige Heranfahren an die Steigung, die dann mit vollem Körpereinsatz im Wiegetritt genommen wird. Die entspannte Abfahrt als reines Rollen. Man ist im Hier und Jetzt. Harte Anstiege müssen gemieden, umfahren oder zu Fuß mit Schieben des Rades entschärft werden. Letzteres könnte unter Gewissen Umständen zu psychischen Schäden beim trainierten Rattspochtler führen!

Fazit: Wer Singlespeed liebt, wem schöne, klassisch-moderne Rennräder das Herz hüpfen lassen und wer neuen Antrieben offen gegenübersteht, der wird sich vom inky blue sicher begeistern lassen!

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5 Gedanken zu „Urban Ride Goes Countryside“

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