Dit is Goldsprint Berlin Pt.4 – Hektor! Fass!

Mit meinem Brother „Stadtrad“ von Goldsprint Berlin bin ich nach über einem Jahr Einsatz immer noch allerhöchst zufrieden. Ich hatte bisher noch kein so perfekt funktionierendes Ratt. Es ist die reine Freude, sich damit flink durch die Stadt und durch die Lande zu bewegen.

Nun hatte ich schon seit langer Zeit einen Traum: Wenn es doch nur möglich wäre, ein sportliches Ratt mit Riemenantrieb individuell von Goldsprint aufbauen zu lassen. Aber die Realität ließ das bisher nicht zu. Einen Rahmen hatte ich schon im Visier, der mir das Herz schneller schlagen lässt:

Der Hektor von Schindelhauer in goldfischorange!

Das Hektor Rahmenset. Quelle: Schindelhauer

Was für eine hammer Ästhetik: feine LoPro-Optik mit fließenden Linien, gespachtelten Schweißnähten und eigenwilligen Rohrquerschnitten. Ein steifer Bock aus hochwertigem Aluminium, die DNA für schnellen Vortrieb und geringem Kraftverlust. Dies sollte mein Rad für die kleinen Klettertouren im Hinterland des Bodensees werden. Ich muss auch zugeben, dass es Schindelhauer verdammt clever anstellt mit seinen Fotos. Da war ich gleich angefixt und mir wurde ganz warm um’s Herz.

Welcher Suchti kann da schon wiederstehen? Quelle: Schindelhauer

Aber der Dealer war das Problem. Ich brauch‘ da Vertrauen. Wer konnte mein neues Rädle mit der notwendigen Ehrfurcht und Hingabe zusammenbauen?  Wer könnte den Einzelteilen zu einem Gesamten seinen Odem einhauchen? Goldsprint war bis dato kein Schindelhauer Dealer. Traurigkeit machte sich breit über dem Land…doch dann, bei einer meiner allabendlichen Durchsicht der kompletten Goldsprint-Seite:
ER ist im Sortiment, der Hektor-Rahmen ist im Goldsprint-Sortiment!

Sogleich wurde Kontakt aufgenommen. Diesmal nicht Cheffe persönlich, dafür ein nicht minder hochkompetender Kollege. Ein perfektes Zusammenspiel ausschließlich per Mail. Besser geht es nicht. Ich meine, da wirklich Leidenschaft für den Laden und den Beruf zu spüren. Ping-Pong-mäßige Mailkonversation, zarte Fragen werden umgehend mit Kompetenz, Professionalität und Zielsicherheit beantwortet und der Weg zum Ziel wird sicher und zuverlässig geebnet. Die Erfahrung mit Riemenantrieben ist in der Fahradbranche noch jungfräulich und so ist das auch für Goldsprint sicher keine Alltagsroutine. Alternativen zum Augenfälligen wurden gesucht und gefunden, Dank dem Engagement von Goldsprint. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich. Ich bin mal wieder einfach nur begeistert!

Nun ist dieses Schmuckstück bestellt und jetzt warte ich gespannt auf das anfassbare Endprodukt. Ich werde berichten…:-)

Das war die Grundlage für meinen Aufbau, jedoch mit Riser und teilweise anderen Komponenten und mit 2 Bremsen für den SSP-Betrieb. Quelle: Schindelhauer

12 Gedanken zu „Dit is Goldsprint Berlin Pt.4 – Hektor! Fass!“

  1. Also, dass du über einen sehr erlesenen Geschmack verfügst, hast du ja schon mehrfach bewiesen (wenn man mal von den leichten Entgleisungen beim Thema „Flaschenhalter“ absieht.
    So verneige ich mich auch dieses Mal und sage: „Kompliment!“

    Was aber tatsächlich endlich mal zu (er)klären wäre:
    – wie und wo bringst du eigentlich deine ganzen Rädle unter? Garage gemietet, Privatmuseum eröffnet? (Bilder und/oder entsprechender Blogeintrag wären sehr willkommen)
    – welches Bike darf sich Yvo als „Kompensation“ kaufen? Und wann?
    – warum zum Henker schraubst du dir deine Bikes nicht selbst zusammen? Das fehlt noch zum endgültigen Ritterschlag! (Ich gehe mal davon aus, dass du weißt, wo bei einem Imbus 🙂 Schlüssel vorne ist)

    1. Lieber racing_fool,
      vielen Dank für die schönen Worte! In der Tat fährt bei mir immer das Auge und das Herz mit, das verbindet Körper und Seele. Für das leben wir doch.
      Die Unterbringung ist aber recht unspektakulär und hat noch Potential nach oben. Im Sommer stehen meist 2 davon in der Wohnung, ein lang gehegter Traum geht somit in Erfüllung – eine WG mit Fahrrädern!
      Nunja, selbst zusammenbasteln ginge evtl. zwar, aber es gibt einfach für alles Fachleute, die das täglich machen und die kleinen Nicklichkeiten kennen und professionell lösen können. Und ich habe schon zuviel Heimwerkerarbeit anschauen müssen. Welcher Schlüssel ist vorne im Bus???

  2. So so, eine Rad-WG. Welche Räder eurer Armada in den Genuss kommen, mit dir dort oben kuscheln zu dürfen, muss man natürlich nicht fragen. Selbstverständlich Cook’s Schätzles 🙂
    Schade, dass du dich dem Selbstbau verweigerst – so kriegst du eben nicht den schwarzen Gürtel der Bike-Nerds. Nein, und es zählt auch nicht, dass du vor Äonen mal dein Wanderer-SSP selbst zusammengestöpselt hast! Der schwarze Gürtel will regelmäßig neu verdient sein! Bluesky kauft zwar scheinbar auch nur noch von der Stange, aber zumindest wechselt er in schöner Regelmäßigkeit selbst seine Bremsbeläge – das lassen wir gerade noch so durchgehen. – MfG Ihre Regelkomission.

    1. Lieber racing_nerd, du kennst ja meine Bastelphobie: Ist die Kette verschlissen, wird das ganze Fahrrad ausgetauscht. Fertig. Und da erhoffe ich mir vom Riemen eine längere Verweildauer. Zumal man seine Jahreskilometer bei 22 Rädern schön gleichmäßig verteilen kann und somit ein Primärantriebsversagen, mit darauf folgendem Komplettaustausch des Fahrgerätes, in weite Ferne rückt.

      1. ok, ich sehe schon – ein hoffnungsloser Fall von fortgeschrittener Dekadenz. Die räumliche Nähe zu den Hochburgen der Finanzeliten haben dir nicht gut getan. 😉

        1. Werte Rennleitung, vertreten durch Herrn r._fool,
          da liegen sie falsch, denn, in früheren Tagen wurde ein Zweirad bereits dann ersetzt, wenn sich Schmutz auf dessen Oberfläche angesammelt hatte und den Glanz des Neuen verblasste. Somit können hier unzweifelhaft Fortschritte verbucht werden!
          Hinweisen möchte ich in diesem Zusammenhang auf ihre eigene Fahrrad-Herde, die einer Liste bedürfen, da sie alle in ihrer Gänze nicht aus dem Kopf heraus frei vorgetragen werden können. Ebenso gibt es in dieser ihrer Herde klare Überschneidungen, wohingegen in meinem Falle eindeutige Zuweisungen durch feste Anforderungsprofile gegeben sind.

  3. Lieber Cook, hier unterliegst du einer gewaltigen Fehleinschätzung was meinen derzeitigen Radbestand betrifft. Hab jetzt extra eine tagelange sorgfältige Inventarisierung durchgeführt und komme auf – Tusch! – ganze 2 (in Worten: zwei – das ist gerade mal 1 mehr als 1) betriebsbereite Rädle!
    Wenn das mal kein mitleiderregender Zustand ist, weiß ich auch nicht. Radspenden werden übrigens dankend entgegengenommen … 🙂

    1. Moment !!!! Ich glaube, ich bin diejenige, die an der Reihe wäre mit einer Radspende. Ich bin schon total stolz auf mich (und warte schon die ganze Zeit auf einen Orden oder eine Radspende;-)), wie ich diese Radgeburt ganz gelassen hin nehme. Auch wenn hin und wieder schon ein Angstschweiß auf meiner Stirn zu finden war, weil ich dachte, der werte Ehemann verwächst jetzt mit dem Laptop, bis alles klar war ….Aber es ist zum Glück nichts passiert 🙂

  4. Holla, soviel Aufmerksamkeit gab es ja schon lange nicht mehr.
    Aber ich verstehe es ja und fiebere ebenfalls der Ankunft des neuen Spielzeugs entgegen.
    Wie bereits an anderer Stelle angesprochen, wäre aus meiner Sicht dann auch mal eine Fahrt auf einer Hallenbahn fällig, samt anschließendem Bericht in diesem erlesenen Fahrrad-Blog.

    Im übrigen ist mir aufgefallen, das die von racing_fool zurecht gestellte Frage des Kompensations-Rädles für Yvo, bisher unbeantwortet blieb.
    Doch hoffentlich nur ein Versehen, welches sich rasch klären lässt !?

  5. Werte Kommentatoren,
    nachdem hier ein moralischer Zwang zur Rechtfertigung aufzukommen scheint, möchte ich nur kurz darauf hinweisen, dass eine Kompensation auch auf nicht-velophiler Ebene stattfinden könnte. Oder es könnte ja auch sein, dass dieses aktuelle Radprojekt seinerseits bereits eine Kompensation sei.
    Nunja, lieber Klausi, der Drang, mit dem neuen Gefährt etwa die Singemer Betonpiste zu umrunden oder gar die Holzpiste von Öschelbronn, hält sich noch in Grenzen. Aber vielleicht ergibt sich was beim nächsten Steher-Rennen 😉

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