Rennrad schleppen am Urnersee

Blick nach Süden ins Tal der Alpenreuss Richtung Gotthard

Der Kanton Uri ist schon was ganz besonderes. Die Bergwelt fasziniert, man ist mittendrin in den Alpen. Vom Ufer des Urnersees geht es los über viele große bekannte Pässe. Gotthard, Oberalp, Furka, Susten, Klausen. Und unten am See ist reges Treiben der Windsurfer wie am Gardasee. Man ist unten auf knapp über 400m Höhe, wie am Bodensee. Und oben hinaus geht es weit über 3000m. Dazu kommt noch die Geschichte der Schweiz, die am Vierwaldstättersee ihren Ursprung hat. Hier trafen sich regelmäßig die Vertreter der 3 Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden zur Gründung der Eidgenossenschaft.

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Breitreifen am Rennrad

Bisher galt die unumstößliche Regel bei Rennradreifen: Die Reifenbreite ist egal, hauptsache 23mm. Mit der entspechenden Felge und einem schönen Stahlrahmen mit waagrechtem Oberrohr sieht das natürlich immer noch maximal ästhetisch aus. Doch die Zeiten haben sich geändert. Die Rahmen sind fetter geworden, zuerst Alu, heute Carbon. Neue Erkenntnisse zu Reifenbreiten sind hinzugekommen. Ein breiterer Reifen rollt bei gleichem Druck besser als der schmalere und bringt dadurch auch mehr Komfort, denn Breitreifen fährt man mit max.6bar. Die Felgenbreite hat sich ebenfalls angepasst und somit geht heute die Tendenz ganz klar zu fetten Schlappen. Hier hat natürlich auch der Trend zum Gravelbike, also ein Rennrad mit dem man auch über Schotter fahren kann 😉 mitgewirkt. Hier ist Komfort wichtig und somit ein breiter Reifen. Mit “breit” meine ich beim Rennrad schon 28 und 30mm.

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Die Schwägalp

Im Aufstieg von der Südseite

Das Säntismassiv thront beherrschend über dem Bodenseeraum als erste Bastion der Alpennordseite. Fast jeder aus dieser Region kennt diesen Berg, zu präsent ist er. Bis in den Nordschwarzwald lässt er sich an klaren Tagen sehen. Und dort oben unterhalb des Säntisgipfels, gibt es auch einen Übergang vom Appenzellerland ins Toggenburg, der Schwägalppass, unterhalb der namensgebenden Schwägalp, von wo aus die Seilbahn auf den Gipfel startet. Und anscheinend war auch schon jeder oben im Säntisgipfelrestaurant und hat eine Schweinesumme für Auf- und Abfahrt incl.Frühstück oder sonst ein Essen hingeblättert. Und genau das ist der Grund, warum ich die Schwägalp meide. Zu viel Tourismus, zu einfach zum hinkommen, zu kommerziell. Das schreckt mich einfach ab. Somit fällt auch der Passaufstieg den motorisierten Kollegen anheim und lässt eine Befahrung per Farratt als Horrorszenario erscheinen.

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Coronakrise und Radfahren

Anfangs war das Gefühl der peinlichen Unangemessenheit, angesichts der gesamten Notlage und der erschütternden Situation in der Lombardei, wo wir noch vor wenigen Wochen ein paar wunderschöne Radtage verbringen durften, jetzt nach draussen zu gehen und Rad zu fahren, sich dem Vergnügen hinzugeben.

Doch nach Tagen der Traurigkeit und des Bewusstwerdens, empfinde ich es als Reinigung von Körper und Geist, gemächlich im Hier und Jetzt, die Schönheit des aufkommenden Frühlings bewundern, die schönen Feinheiten der heimischen Landschaft erkennen, die aussergewöhnliche Ruhe und den Frieden als Balsam zuzulassen.

Wir stehen am Anfang einer Veränderung.

Basso

Es war wirklich Liebe auf den ersten Blick. Jahrelang, fast schon jahrzehntelang wartete ich auf einen emotionalen Impuls um mir ein neues Rennrad zu kaufen. Ich fand sie alle hässlich. Mein altgedientes Breezer Venturi, damals Mitte der 1990er mit dem aus dem Mountainbikedesign angelehnten, gesloptem, also zum Sitzrohr abfallenden Oberrohr ausgestattet und daher traditionsbrechend, fand ich immer noch schöner als die ganzen aktuellen Renner. Allerdings war ich kaum noch mit dem Breezer unterwegs, denn die Technik war einfach alt. Felgenbremsen auf Mavic S.U.P. Keramikflanken waren, besonders wenn man einmal gescheite Scheibenbremsen am MTB gewohnt war, nicht mehr besonders vertrauensvoll, speziell bei Nässe, wo eine Bremswirkung erst nach kurzen Sekunden der Panik eintreffen sollte und es eventuell schon zu spät für ein gesundes Weiterleben sein könnte.

Basso Venta Disc -Purple Edition- am Hafen von Luino in freudiger Erwartung
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Singen – Basel – Singen

Der Stadtbasler scheint dem Humor nicht abgeneigt – hier gefällt’s mir!

Wir schreiben das Jahr 2019 und stellen fest, dass noch keine rattspochttechnische Großtat umgesetzt werden konnte. Das zeugt auch von einem eher durchwachsenen Wetter bisher, denn es gab tatsächlich keine 2 Tage am Stück ohne Regenrisiko und gleichzeitig freier Zeit meinerseits. Natürlich schauen wir da verwöhnt auf das zurückliegende 2018, wo man praktisch keinen Gedanken an nasses oder gewittriges Wetter verschwenden musste. Es passte einfach immer. Und so gab es dieses Jahr tatsächlich nur ein Mal eine Ganztagestour nach Zürich und diese auch noch mit verspätetem Start wegen eines kurzfristigen Termins.

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Lago di Garda – Wohin geht die Reise?

Das Mountainbike beschert einem doch unvergleichliche Momente, besonders, natürlich, in den richtigen Bergen. Und wenn man dann noch angenehme Temperaturen mit stabilem Wetter und Seesicht hat, dann spricht das für einen erlebnisreichen Urlaub. So war das die letzten Jahre bis Jahrzehnt(e) am nördlichen Gardasee. Hinzu kommt dort noch das Gemenge an alpenländischer Bodenständigkeit mit italienischer Leichtlebigkeit.

Eine Traumkulisse bietet der nördliche Gardasee mit seiner Fjordähnlichen Ausprägung
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