Eine Radgeburt

Wenn man für etwas Leidenschaft aufbringt, dann werden scheinbar einfache Entscheidungen zu komplexen und langwierigen Prozessen. Das wertet das Endprodukt ungemein auf, da es über die Zeit gewachsen und mit Ideen und Vorstellungen genährt, der endgültigen Materialisierung entgegensteuert, gleichsam einer Geburt als finales Endereignis irdischer und geistiger Vorgänge.

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Lago di Varese

Immer mal wieder folgendes Szenario: die Alpennordseite hat Scheißwetter und die Alpensüdseite Sonne pur und erschwerend kommt dann auch noch ein paar Tage frei dazu, quasi verlängertes Wochenende. Und da haben wir wieder das Luxusproblem. Soll man, und wenn ja, wohin.

Es ist nun mal so, dass der Lago Maggiore vom Bodenseegebiet nicht allzu weit weg ist. 3h Fahrt, wenn’s läuft, und man steht in Locarno oder Ascona oder Lugano. Das verführt ungemein. Nur leider gefällt es mir dort so rein garnicht. Das war schon immer so. Ich finde einfach keinen Gefallen am Lago Maggiore, Luganer See oder Comer See. So sehr ich auch den Gardasee liebe, der aber für einen Kurztrip einfach zu weit weg ist, aber diese westlichen oberitalienischen Seen sind einfach nicht meins.

Blick über den Lago di Varese
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Supergeile Scheiße Zwei!

Nach dem überwältigenden Echo auf das neu angekommene Schindelhauer Hektor und einem prosaischen Zwischenfazit, ist es nur konsequent, eine Teilebilanz zu ziehen. Im Prinzip ist jedes einzelne Teil, welches zu diesem einen Großen Ganzen gefügt wurde, einfach nur eine supergeile Scheiße. Doch ein paar Worte möchte ich dem Einzelnen widmen:

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Passo di Tremalzo

Vor vielen vielen Jahren schon war der Name „Tremalzo“ so etwas wie der Heilige Gral der Mountainbiker. Irgendwann in seinem Leben muss jeder ernsthafte Freund des Bergfahrradfahrens einmal aus eigener Kraft vom Ufer des Gardasees aus durch den Passtunnel des Tremalzos. Wie es zu dieser Mystik kam weiß ich nicht. Aber sie ist es zu Recht und sie lebt immer noch.

Dem Himmel entgegen

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Hektor around Bodensee

Hektor mit Blick auf die Insel von Lindau

Es gibt ein paar Seiten im Netz, da muss ich praktisch täglich mal vorbeischauen. Dazu gehört natürlich die Seite von Goldsprint Berlin. Wo gibt es mehr Ästhetik und Kompetenz rund um die moderne Fahrradkultur? Mit viel Arbeit werden hier die Aufbauten auch fotografiert und in Szene gesetzt, auf allen möglichen Kanälen wie flickr oder instagram. Das ist professionell, aber mit viel Herz und Emotion. Und da entdecken doch meine noch schlaftrunkenen Äuglein ein sehr bekanntes Ratt, mein Hektor auf Seite 1 😉 Und da stand dann dieser vermeintlich harmlose, aber enorm inspirierende und auffordernde Text dabei: „…you see that beauty around Bodensee…“ Und -zack- war die nächste Tour eine beschlossene Sache!

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Ihr seid doch alle Wiechser!

Dieser postpubertäre Kalauer muss leider sein, wenn es irgendwie um die Ortschaft Wiechs geht. Dabei muss der Name zu früheren Zeiten sehr begehrt gewesen sein, denn es gibt derer Ortsnamen gleich 2 im Landkreis Konstanz. Heute war das Ziel Wiechs am Randen, ein Ortsteil der Stadt Tengen in idyllischer Hochlage am westlichen Zipfel des Kreises. Nicht selten werden die Einwohner ganz offiziel mit „Liebe Wiechserinnen und Wiechser“ angegangen. Jetzt aber Schluss mit dieser ekelhaften Anspielung, hier geht’s um Rattfahn!

Anstieg über dem Bibertal mit Blick zu den Reiathöhen

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Singen – Walenstadt – Singen (Tag 2)

2-Tages-Tour durch 4 Länder 305km 1200hm
Tag 1: 140km 900hm (Singen – Winterthur – Rapperswil – Walenstadt)
Tag 2: 165km 300hm (Walenstadt – Sargans – Vaduz – Feldkirch – Singen)

Ein Erwachen in so einer prächtigen Bergkulisse mit blauem Himmel und weiss verschneiten Gipfeln ist ein Geschenk! Das Frühstück war übersichtlich, aber sehr hochwertig. Genau nach unserem Geschmack. Der Kaffee war ein Traum, handgemacht aus einer Espressomaschine. Unser Ziel, wiederum um 8 im Sattel zu sitzen wurde erreicht und der nette Besitzer des Hotels begleitete uns noch bis zu unseren Rädern und wünschte uns auf offene und ehrliche Weise eine gute Rückfahrt.

Das Massiv der Churfirsten, die bis 2000m über dem Tal hinaufragen

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Singen – Walenstadt – Singen (Tag 1)

2-Tages-Tour durch 4 Länder 305km 1200hm
Tag 1: 140km 900hm (Singen – Winterthur – Rapperswil – Walenstadt)
Tag 2: 165km 300hm (Walenstadt – Sargans – Vaduz – Feldkirch – Singen)

Als bekennender Anhänger der Überlandfahrt im griechisch-römischen Stil  gärte nun schon seit einiger Zeit die Idee, eine 2-Tages-Tour in die Alpen zu unternehmen, ohne einen großen Pass zu fahren. Maximales Erlebnis mit minimal gehaltenem Aufwand. Daraus ergeben sich topografisch logische Routen, die sich recht schnell herausarbeiten.

Hektor on Tour – und gönnt sich eine kleine Verschnaufpause

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Bergsteigen am Hohentwiel

Kurz vor dem ewigen Eis ist Schluss. Ab hier nur noch mit Schlittenhunden.

Möchte man mal so richtig einen rauslassen in Sachen Bergradeln, bietet sich in Singen der Hohentwiel als perfekter Sparringspartner an, der nahezu direkt ab der Haustüre mit Überhängen aufwartet. Man kommt praktisch aus dem Überlebenskampf der Straße in den Überlebenskampf in Schnee und Eis am Berg. Unten urban und schon nach wenigen Metern die Einsamkeit der Subarktis. Zumindest gestern und zumindest abends, wenn die Infanteristen weg sind.

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